Google verschickt 20.000 WMT-Warnungen an gehackte Seiten

Matt Cutts (Google Web Spam Team)

Matt Cutts, Google Inc.

Am 16. April 2012 bestätigte Google Webspam Experte Matt Cutts den Versand von insgesamt circa 20.000 Warnhinweisen über die Google Webmaster Tools. Die Warnungen sollen dazu dienen ahnungslose Websitebetreiber davon in Kenntnis zu setzen, dass ihre Webseite kompromitiert wurde. Derart infizierte Webseiten erkennt man zum Beispiel an dem Warnhinweis “Diese Website kann ihren Computer beschädigen” in den Google-Suchergebnissen.

Webmaster mit mehr als einer Seite, Hobby-Webmaster, aber auch Experten merken oft erst zeitverzögert oder gar nicht, dass ihre Webseiten Opfer eines Hackingangriffs geworden sind. Profi-Hacker sorgen dafür, dass der Angriff nur offensichtlich wird, wenn es sich bei dem User nicht um den Administrator der Seite handelt. Andere Schadprogramme infizieren nur Rechner von Besuchern, welche die gehackte Webseite zum Beispiel über die Google-Suche betreten.

Diese Webseite kann ihren Computer beschädigen

Häufig infiltrieren Hacker etablierten Webseiten um deren Traffic gezielt auf dafür zahlende Kunden umzuleiten, oder um die Besucher auf eine dritte Seite umzuleiten, wo deren Rechner wiederum mit einem Trojaner oder sonstiger Schadsoftware infiziert wird. Dazu wird in aller Regel ein Redirect (also eine Umleitung) in die .htaccess-Datei der Seite geschrieben, oder ein paar Zeilen JavaScript in die index-Files oder sämtliche Dateien der Seite inseriert um den Besucher auf ganz neue Wege zu leiten. Die eigentlich gesuchte Webseite, wird dieser jedoch in aller Regel nicht finden.

Noch schwerer zu Entdecken ist das Einfügen oder Verändern des canonical tag durch einen Hacking-Versuch. Hierbei verändert der Hacker die canonical-Information im HEAD-Bereich der HTML-Seite um Suchmaschinen glauben zu machen, dass ihre Seite nur ein Duplikat einer anderen ist, welche von nun an ihren Google Juice erhalten soll. Und hierin liegt wohl auch die Begründung warum sich Spam-Jäger Matt Cutts dieser Sache annimmt. Denn durch diese entartete Nutzung des canonical tag, ließen sich die Google Suchergebnisse sehr effektiv beeinflussen. Hier der entsprechende Post von Matt Cutts:

 

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Über den Verfasser: 

Philipp war 6 Jahre lang Search Strategist und Product Manager bei Idealo.de. In seiner Funktion als Suchmaschinenspezialist hat er sich vor allem mit den Themen Crawlability, Accessability und OnPage-Optimierung von Webseiten mit mehr als einer Million SubPages befasst. Seit 2011 ist Philipp Klöckner als Angel Investor und Search Consultant tätig und teilt seine Erfahrung in den Bereichen Search (Paid/Organic), Comparison Shopping und Business Intelligence mit Verlagshäusern, eCommerce-Webseiten und Start-Ups.

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